Begradigt und mit Wasserbausteinen verlief hier die Nieme, bis im Frühwinter 2002 der Unterhaltungsverband Münden den Altarm wieder reaktivierte.
(Nun überflüssig und sich selbst überlassen.)
Die
Wasserbausteine (Bildmitte) verschließen den begradigten
Bachlauf (s. Bild oben).
Das Wasser findet den Weg zum
naturnahen, wieder angebundenen Altarm.
Blickrichtung Bach aufwärts:
Der Altarm führt seit 2002
wieder Wasser.
Aus
der Bildmitte kommt der neue (alte) Bachlauf auf die Nieme
zu. Gut im
Hintergrund ist auch der zugehörige alte Prallhang zu
erkennen.
Im Vordergrund rechts, versteckt hinter dem
Baum erkennt man den überflüssig gewordenen, begradigten
Bachabschnitt.
Die typische Tier- und Pflanzenwelt hat sich schnell wieder diesen naturnahen Bachlauf zurück erobert.
Der Unterlauf weist auch noch intakte Bachabschnitte auf. Ungestört findet die Nieme hier ihren Weg. Für die Wasseramsel ein Refugium.
Das Tal weitet sich langsam auf. Eisvogel und Wasseramsel finden hier genügend Nahrung.
Unverhofft, mitten in einem intakten Bachabschnitt wurde
ein Querverbau zur Wasserableitung für einen Teich
errichtet.
Der
Bagger hat bereits gute Arbeit geleistet. Die ehemalige Lage
des Wehres
ist hier nochmal (grau) in das Bild skizziert worden.
Die
neue Gleite ist schon grob vormodelliert.
Beim Vergleichen dieser Bilder erinnert nichts mehr an die alte Betonschwelle.
Nur anhand der Bäume kann man sich orientieren und erahnen, wo sich etwa der Sohlabsturz befand.
Bildmitte ist die Mühlgrabenableitung nach rechts erkennbar, die nach wie vor den Teich des Klostergutes speist.
Vorher
Aus (fast)
Fischperspektive: Für Fische und auch für Wirbellose
ein
leichtes, diesen Bereich flussaufwärts zu wandern.
Vorher
Optisch vielleicht reizvoll - ökologisch gesehen jedoch unangebracht!
Sechs Sohlschwellen dieser Bauart wurden ebenfalls im Herbst 2002
ersatzlos entfernt.
Die Dynamik wird langfristig beobachtet um gewonnene
Erkenntnisse an ähnlichen Querverbauen anzuwenden und
umzusetzen.
Mit diesen Maßnahmen hat der Unterhaltungsverband
Münden
vorbildlich einen unschätzbaren Beitrag, eine Voraussetzung
für
Artenvielfalt geleistet, die man nur in einem möglichst
naturnahen
Gewässer findet.
Die Nieme ist auf dem Weg
dahin...
Naturnahe Nieme
Die Mündung
Der Mündungsbereich der Nieme in die Weser. Kies und Steine (Geschiebe) liegen bereits im Bett der Weser.
September 2006

Übersicht über das neu angelegte, ca. 400 m lange Bachbett.
Die Nieme soll nicht mehr (von rechts nach links) in Bildmitte
schlicht geradeaus in die Weser münden.
In weitem Bogen verläuft sie nun "um die Schafe", trifft aber
wieder auf den bestehenden Mündungsaustritt in die Weser.
Tipp: Bootsanleger und "Radfahrerparkplatz" mit Projektinfos laden zum verweilen ein, auch die Klosterkirche Bursfelde und die Gaststätte "Zur Klostermühle" sind gleich nebenan.
Umgestaltung des Mündungsbereiches

EIN TRAUM
WIRD WAHR.
Noch verläuft die Nieme hier im Schatten der Bäume (von rechts
nach links).
Nur noch ein Durchstich, und der Bach verläuft künftig wieder
frei von
Sohlschwellen in die Weser - ökologisch durchgängig von der
Quelle bis
zur Mündung.
Übersicht des neuen, naturnahen Mündungsbereiches der Nieme.
Im weiten Bogen, vom Bagger aus zunächst nach rechts, dann auf den Bildvordergrund zukommend, ist das neue Bachbett bereit für das Wasser der Nieme.
Kurz vor der Wesereinmündung trifft das neue Bachbett wieder den "alten" Bachlauf......
...ehe das Niemewasser von der Weser aufgenommen wird.
Seit dem 29.September 2006
Der Durchbruch
Gespannt verfolgen die Zuschauer, wie nach entfernen der letzten Schaufel voll Erde der neue Bachlauf freigegebnen wird......
Nieme wieder ökologisch durchgängig

.......und
schon erobert sich das Niemewasser das naturnah gestaltete
Bachbett.

Zum letzten Mal ist hier noch eines der drei Sandfänge zu sehen,
die
sich nach und nach mit Sedimentfrachten (Erde, Steine) füllen
werden.
Das "erste" Wasser benötigte zum auffüllen nur
Minuten.

Schnell noch ein Erinnerungsfoto...
...im Hintergrund rauscht schon das Wasser heran.
v. li. n. rechts:
Christel Wemheuer,
Umweltdezernentin
Prof. Burkhard Huch,
Rut-und-Klaus-Bahlsenstiftung, Geldgeber
Volkmar Kießling,
Leiter d. unteren Naturschutzbehörde,
Projektidee und Leitung